Paprika und Chili

(Capsicum annuum)

Für den pikanten Geschmack der scharfen Chilisorten sorgt der Inhaltsstoff Capsaicin. Diese natürlich vorkommende Pflanzenverbindung ruft durch ihre Wirkung auf spezifische Rezeptoren einen Hitze- oder Schärfereiz hervor. Capsaicin wirkt abgesehen davon verdauungsfördernd und schmerzlindernd.

Übliche Verzehrsmenge /Tag; in welcher Form: 10–50 g; roh oder gekocht, oft als Gewürz
Besonderheit/Inhaltsstoffe: Enthält Carotinoide, Capsaicin (Alkaloid) sorgt für den scharfen Geschmack. Verdauungsfördernd und schmerzlindernd.
Zur Pflanze: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
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Grün = Empfohlener Saat- (*) bzw. Pflanzzeitpunkt | Gelb = Erntezeit
Tipps zum Anbau im Garten:

Paprika und Chilis sind mehrjährige, jedoch sehr wärmeliebende Pflanzen, weshalb sie bei uns zumeist nur einjährig kultiviert werden. Beste Voraussetzungen für guten Ertrag bringen Jungpflanzen aus Gärtnereien und Gartencentern mit. Die Setzlinge dürfen ausserdem erst nach den Eisheiligen ins Freie. Paprika und Chili eignen sich sehr für die Kultur in Töpfen auf Balkon und Terrasse.

Capsicum ist einfach zu pflegen und der Ertrag ist dank immer besserer Zuchtsorten so gut wie sicher. Auf einen sehr sonnigen und warmen Standort sollte man allerdings aus eigenem Interesse Wert legen – es gibt dann einfach schneller Ertrag und die Ausbeute ist erst noch höher. Pflanzen in Töpfen stellt man vorzugsweise auf einen warmen Plattenboden. Die Gefässe sollten mindestens einen Durchmesser von 20 cm aufweisen. Eine gute Versorgung mit Wasser und Dünger hält die Pflanzen wüchsig und gesund, Abzugslöcher am Gefässboden verhindern Staunässe. Die Ernte beginnt im Juli und kann bis in den Oktober hinein dauern.